Presseinformation vom 02. März 2018

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02.03.2018 Vorläufige Ergebnisse der Betriebsratswahlen in der Daimler-Zentrale

  • Die Betriebsratswahl 2018 in der Daimler-Zentrale ist abgeschlossen.
  • Die Wahlbeteiligung bleibt im Vergleich zur letzten Wahl 2014 stabil - bei 39,41 % (38,62 % in 2014).
  • Die IG Metall erreicht in der Daimler Zentrale ein Wahlergebnis von 47 % und übertrifft somit den Wert aus 2014 (44 % in 2014). Damit hat die "IG Metall" mit 22 von 41 Sitzen die absolute Mehrheit im Gremium.

Stuttgart. Die Beschäftigten in der Daimler Zentrale haben am 1. März 2018 einen neuen Betriebsrat gewählt. Die Stimmen wurden heute ausgezählt. In der Zentrale sind neun Listen zur Betriebsratswahl angetreten. Insgesamt sind 6.626 Beschäftigte zur Wahlurne gegangen; damit liegt die Wahlbeteiligung bei 39,41 %. Am meisten Stimmen konnte die Liste "IG Metall" auf sich vereinen. Sie hat mit 22 von 41 Sitzen die absolute Mehrheit im Gremium. Die Liste "Die Unabhängigen + UAG"7" ist mit 8 Sitzen im Gremium die zweitstärkste Kraft.

"Wir IG Metall-Betriebsräte bedanken uns bei allen, die uns mit ihrer Stimme unterstützt haben", sagt Jörg Spies, Betriebsratsvorsitzender der Zentrale. "In den nächsten vier Jahren wollen wir dem Vertrauen, das die Beschäftigten uns mit ihrer Stimme entgegengebracht haben, gerecht werden. Als Arbeitnehmervertreter werden wir uns bei allen belegschaftsrelevanten Themen mit einer starken Stimme einbringen - von der Digitalisierung bis hin zur Elektromobilität", verspricht Spies.

Der Betriebsrat wird alle vier Jahre zwischen dem 1. März und dem 31. Mai gewählt. In ihrer Funktion vertreten die Betriebsräte die Interessen der Beschäftigten gegenüber der Unternehmensleitung. Sie sind Kontrollinstanz und Sprachrohr sowie Berater und Ansprechpartner der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wahlberechtigt für die Betriebsratswahlen sind alle Beschäftigten, die keine leitenden Angestellten sind und die das 18. Lebensjahr vollendet haben. Zeitarbeitnehmer dürfen ebenfalls wählen, wenn sie länger als drei Monate im Betrieb eingesetzt sind. Verschiedene Gruppierungen - Gewerkschaften oder auch betriebliche Interessengruppen - stellen sich mit ihren Vorschlagslisten zur Wahl. Die Wählerinnen und Wähler können ihre Stimme einer dieser Listen geben. Die Anzahl der Stimmen, die auf eine Liste entfallen, entscheidet, wie sich der Betriebsrat am Standort zusammensetzt. Eine Ausnahme bilden bei der diesjährigen Wahl die Standorte Gaggenau, Mannheim, Bremen und Kassel. Dort finden Personenwahlen statt. Das heißt, es gibt nur eine Liste mit Kandidaten. Hier können die Wahlberechtigten ihre Stimme an einzelne Personen vergeben. Die Kandidatinnen und Kandidaten mit den meisten Stimmen bilden dann den örtlichen Betriebsrat. Die Zahl der zu wählenden Betriebsratsmitglieder hängt von der Größe des jeweiligen Betriebes ab. Nach der Wahl nehmen die Betriebsräte ihre Arbeit auf, bilden Ausschüsse und entsenden Mitglieder in den Gesamt- beziehungsweise den Konzernbetriebsrat.

Betriebsratswahlergebnis der Daimler-Zentrale*

Belegschaft im Betrieb Zentrale - Stand 12/2017: ~16.000 MitarbeiterInnen inkl. Arbeitnehmerüberlassungen und Auszubildende

Vorschlagslisten:
Liste 1: UAG e.V.; Stimmen 111 (1,67 %); Sitze: 0
Liste 2: UAG 2006; Stimmen 515 (7,77 %); Sitze: 3
Liste 3: CGM; 221 (3,34 %)1 Sitze
Liste 4: IG Metall; Stimmen 3.118 (47,06 %); Sitze: 22
Liste 5: Gemeinsame Zukunft; Stimmen 116 (1,75 %); Sitze: 0
Liste 6: Zentrum; Stimmen 108 (1,63 %); Sitze: 0
Liste 7: Neue Perspektive e.V.; Stimmen 661 (9,98 %); Sitze: 4
Liste 8: Die Unabhängigen + UAG"78; Stimmen 1.216 (18,35 %); Sitze: 8
Liste 9: AL2005.de; Stimmen 546 (8,24 %); Sitze: 3

*Alle Wahlergebnisse sind vorbehaltlich des Beschluss des Wahlvorstands.

Letzte Änderung: 05.03.2018