Fridays for Future

IG Metall

09.09.2019 Erklärung der IG Metall anlässlich des Aufrufs von Fridays for Future zum globalen Klimastreik für die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens und Aktionen am 20. September 2019

Bereits der erste "Schulstreik für das Klima" vor dem schwedischen Parlament am 20. August 2018 hat innerhalb kurzer Zeit Hunderttausende auf die Straße gebracht und die internationale Kampagne "Fridays for Future" in Gang gesetzt. Um Druck für eine soziale, ökologische und demokratische Transformation zu machen, braucht es breite Mehrheiten in der Zivilgesellschaft. "Die IG Metall begrüßt es, wenn ihre Mitglieder sich - außerhalb der Arbeitszeit - am Klimaaktionstag am 20. September beteiligen und Flagge zeigen für einen Wandel, der Klimaschutz, sichere Arbeitsplätze und soziale Gerechtigkeit miteinander verbindet.

Im Dialog mit Fridays for Future

Die IG Metall und Fridays for Future eint das Ziel, die drohende Klimakatastrophe abzuwenden und die Auffassung, dass hierfür die Einhaltung des Klimaziels des Pariser Abkommens, in dem sich die Welt zu einer drastischen CO2-Reduktion verpflichtet hat, elementar ist. Denn Klimaschutz und der Einsatz für gute und sichere Arbeitsplätze sind kein Widerspruch - im Gegenteil. Der notwendige ökologische Umbau der Wirtschaft und der Kampf gegen die drohende Klimakatastrophe werden nur dann gelingen, wenn Ökologie und Ökonomie konsequent zusammengedacht wird.

Einigkeit besteht auch in dem Punkt: Klimaschutz darf nicht auf Kosten von Beschäftigung gehen. So würde es aus Sicht der IG Metall zu massiven Beschäftigungsproblemen führen, sollte schon 2035, wie Fridays for Future fordert, CO2-Neutralität erreicht werden müssen. Das Pariser Klimaschutzabkommen zielt bei diesem Ziel auf 2050.

Auf Seiten der IG Metall besteht eine große Bereitschaft, gemeinsam mit Fridays for Future für konkrete Maßnahmen zur Erreichung der Klimaschutzziele einzutreten, z.B. für die kostenfreie Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel durch Schüler*innen, Studierende und Auszubildende. Hierzu und zu weiteren Maßnahmen, die dem Klimaschutz dienen, soll insbesondere vor Ort und mit der IG Metall-Jugend eine Zusammenarbeit erfolgen.

Ökologisch, sozial, demokratisch - und schnell!

Für einen "Fairwandel" hat die IG Metall mit 50.000 Menschen Ende Juni vor dem Brandenburger Tor demonstriert und damit bereits Druck auf Politik und Unternehmen aufgebaut. Im Juli haben IG Metall, der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) sowie der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) hierzu eine gemeinsame Initiative "Die Klima und Mobilitätswende gestalten" beschlossen.

Rechtlicher Hinweis
Ein Streik ist eine Arbeitskampfmaßnahme, zu der Gewerkschaften nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen aufrufen können. Für den 20. September ruft jedoch Friday for Future zu Kundgebungen auf, nicht die IG Metall. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die sich mit den Aktionen von Fridays for Future solidarisieren und an Demonstrationen teilnehmen wollen, müssen das geltende Arbeitsrecht beachten.

Anhang:

Erklärung der IG Metall

Erklärung der IG Metall

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Letzte Änderung: 10.09.2019