Brückentage 2020

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15.01.2020 Feiertage geschickt nutzen! Wie sich 2020 verlängerte Wochenenden geschickt planen lassen. Wir geben einen Überblick über bundesweite und regionale Brückentage im neuen Kalenderjahr.

Im neuen Kalenderjahr 2020 liegen die Feiertage zwar nicht so günstig wie noch 2019 - der Tag der Deutschen Einheit, der Reformationstag und Allerheiligen fallen auf ein Wochenende - dennoch haben die Beschäftigten viele Möglichkeiten, aus weniger Urlaubstagen mehr freie Zeit zu machen. Wir zeigen, welche Termine in Frage kommen.

Ob der Urlaub gewährt wird, hängt in erster Linie jedoch von den Gegebenheiten im Betrieb und den Interessen aller Beschäftigten ab. Der Arbeitgeber kann den Urlaubswunsch aber nur verweigern, wenn dringende betriebliche Belange entgegenstehen oder wenn soziale Gesichtspunkte Vorrang haben, etwa aufgrund schulpflichtiger Kinder. In vielen Betrieben gibt es Listen oder Urlaubsanträge. Reichen Beschäftigte einen abgestimmten Urlaubsplan ein, wird dieser in der Regel genehmigt. In einigen IG Metall-Tarifverträgen ist der Plan für Arbeitgeber sogar bindend.

In der Daimler AG werden die "Brückentage" zwischen Feiertagen und einem Arbeitstag an den Standorten in Vereinbarungen zwischen Personalbereich und Betriebsrat festgelegt. Die Brückentage können meistens wahlweise mit Urlaub oder Gleitzeit belegt werden.

Bundesweite und regionale Brückentage 2020

Brückentage April: Die Osterfeiertage, Karfreitag am 10. und Ostermontag am 13. April, bieten sich als Brückentage 2020 an - hier kann man aus vier Urlaubstagen zehn arbeitsfreie Tage machen, wenn man sich davor oder danach freinimmt.
Brückentage Mai: Der Tag der Arbeit am ersten Mai fällt auf einen Freitag - Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben automatisch ein verlängertes Wochenende. Wer für die vier Tage davor Urlaub einreicht, hat ganze neun Tage frei. Christi Himmelfahrt fällt auf Donnerstag, den 21. Mai 2020. Brückentag für ein langes Wochenende ist Freitag, der 22. Mai 2020.
Brückentage Juni: Pfingstmontag ist am 1. Juni. Wer den Rest der Woche Urlaub nimmt, kommt so mit vier Urlaubstagen auf neun freie Tage. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland können sich dank des Fronleichnams im Juni ein verlängertes Wochenende gönnen. Nach dem Feiertag am Donnerstag, 11. Juni, den folgenden Freitag frei nehmen und schon hat man aus einem Urlaubstag vier freie Tage gemacht.
Brückentage November: In Sachsen wird am Mittwoch, den 18. November, der Buß- und Bettag begangen. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können sich ein extra langes Wochenende gönnen: mit zwei Urlaubstagen vor oder nach dem Mittwoch. Alternativ hat man mit vier Urlaubstagen gleich neun freie Tage am Stück.
Brückentage Dezember: Der Weihnachtsfeiertag am 25. Dezember fällt auf einen Freitag. Beschäftigte verfügen damit über ein dreitägiges, verlängertes Wochenende oder können mit vier Urlaubstagen auf neun freie Tage kommen.

Betriebsferien

Will der Arbeitgeber den Betrieb, Werkteile oder bestimmte Abteilungen schließen, geht das nur mit Betriebsrat. Stimmt er der Werkschließung zu, muss die ganze Belegschaft während der "Auszeit" Urlaub nehmen. Betriebsferien können beliebig lang sein, dürfen aber nicht den gesamten Urlaubsanspruch umfassen.

Übrigens: Der gesetzliche Urlaubsanspruch beträgt bei einer 5-Tage-Woche lediglich 20 Tage im Jahr. Beschäftigte mit Metall-Tarifvertrag haben Anspruch auf 30 Tage, dazu gibt es rund 70 Prozent eines Monatseinkommens als Urlaubsgeld.

Quelle: IG Metall

Letzte Änderung: 10.01.2020