Presseinformation 28.07.2010

Rastatt

15.10.2010 300 Festeinstellungen in der Produktion. 300 neue Lebensperspektiven. Im Werk Rastatt greift die betriebliche Regulierung von Leiharbeit

300 unbefristete Neueinstellungen im Mercedes-Benz Werk Rastatt vereinbart

  • 300 Neueinstellungen noch in diesem Jahr: 150 Leiharbeiter im Werk Rastatt und 150 befristet Beschäftigte des Werks Ludwigsfelde GmbH werden unbefristet im Werk Rastatt eingestellt.
  • Insgesamt 400 neue Arbeitsplätze in Rastatt: Rund 100 Beschäftigte aus benachbarten Werken werden zusätzlich auf freiwilliger Basis ins Werk Rastatt versetzt.
  • Die Rastatter Jungfacharbeiter aus den Einstelljahrgängen 2006 und 2007 werden in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen.
  • Karlheinz Fischer, Betriebsratsvorsitzender Werk Rastatt: "Die Kapazität des Werks Rastatt wird dauerhaft deutlich erweitert. Die vereinbarte Quote für Leiharbeit wird dabei überschritten. Deshalb gibt es jetzt Festeinstellungen. Unsere Vereinbarung zur Begrenzung der Leiharbeit im Unternehmen wirkt. Wir freuen uns auf die neuen Kolleginnen und Kollegen."
  • Erich Klemm, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Daimler AG: "Hunderte neue unbefristete Arbeitsverhältnisse in einem deutschen Werk der Daimler AG sind ein Signal: Wenn Betriebsräte Einfluss nehmen, dann findet der Aufschwung nicht auf dem Rücken von Leiharbeitern statt. Die Festeinstellungen in Rastatt zeigen: Leiharbeit muss klar begrenzt sein. 400 Menschen haben jetzt eine neue Lebensperspektive."

Rastatt. Die Kapazitäten im Mercedes-Benz Werk Rastatt der Daimler AG werden noch im laufenden Jahr deutlich erweitert: Insgesamt werden im badischen Werk, in dem A- und B-Klasse-Fahrzeuge produziert werden, rund 400 neue Arbeitsplätze geschaffen. Unternehmensleitung und Betriebsrat des Mercedes-Benz Werks Rastatt haben heute vereinbart, dass noch in diesem Jahr 400 Menschen neu eingestellt werden - alle mit unbefristeten Verträgen. Rund 250 davon sind Zeitarbeiter, die bereits im Werk Rastatt arbeiten. 150 hatten bislang befristete Verträge im Mercedes-Benz Werk Ludwigsfelde GmbH, die in den nächsten Wochen ausgelaufen wären. Die Rastatter Jungfacharbeiter aus den Einstelljahrgängen 2006 und 2007 werden in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen. Rund 100 Beschäftigte aus benachbarten Werken werden auf freiwilliger Basis ins Werk Rastatt versetzt.

In der Daimler AG ist der Einsatz von Leiharbeit per Betriebsvereinbarung klar begrenzt: Maximal 8 % der Produktionsbeschäftigten eines Werkes dürfen Leiharbeiter sein. Diese Grenze ist im Werk Rastatt mit der Beschäftigung von 300 Leiharbeitern derzeit bereits erreicht.
Da der Betriebsrat des Werks Rastatt auf die Einhaltung der vereinbarten Quote besteht, muss das nun benötigte zusätzliche Personal fest eingestellt werden.

Karlheinz Fischer, Betriebsratsvorsitzender im Werk Rastatt: "Die Kapazität des Werks Rastatt wird deutlich erweitert - das hatte uns das Unternehmen vor 3 Jahren im Zusammenhang mit der Entscheidung für ein weiteres A- und B-Klasse Werk in Ungarn zugesagt. Die Programmplanung zeigt, dass das jetzt angeforderte zusätzliche Personal dauerhaft gebraucht wird. Die Quote für Leiharbeit wird damit im Werk Rastatt überschritten. Deshalb gibt es jetzt Festeinstellungen. Unsere Vereinbarung zur Begrenzung der Leiharbeit im Unternehmen wirkt. Wir freuen uns sehr auf die neuen Kolleginnen und Kollegen."

Erich Klemm, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Daimler AG: "Hunderte neue unbefristete Arbeitsverhältnisse in einem deutschen Werk der Daimler AG sind ein Signal: Wenn Betriebsräte Einfluss nehmen, dann findet der Aufschwung nicht auf dem Rücken von Leiharbeitern statt. Die Festeinstellungen in Rastatt zeigen: Leiharbeit muss betrieblich klar begrenzt sein, damit neu entstehende, dauerhafte Arbeitsplätze nicht mit Leiharbeitern, sondern vernünftigerweise mit Stammbeschäftigten besetzt werden. Die heutige Entscheidung in Rastatt gibt 400 Menschen eine neue Lebensperspektive."

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Presseinformation 28.07.2010

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Letzte Änderung: 15.10.2010